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Erfahrungshorizont in Finnland erweitert

Von den finnischen Feuerwehrkameraden lernen, internationale Freundschaften pflegen und neue Impulse für die wichtige Jugendarbeit in der Heimat erhalten. Unter diesem Motto fand Ende August der viertägige deutsch-finnische Jugendleiteraustausch 2016 im Norden Europas statt. Dabei waren mit Kreisjugendwart Manuel Pöhmerer, seinem Mühldorfer Amtskollegen Michael Matschi sowie der Fachbereichsleiterin für internationale Jugendarbeit, Elisabeth Reinthaler (Foto von links), gleich drei Teilnehmer aus der Region vertreten.

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Nachdem die Kreisjugendfeuerwehr Rosenheim im vergangenen Jahr den Austausch am Luegsteinsee in Oberaudorf ausgerichtet hatte, war die Vorfreude auf den Gegenbesuch in diesem Sommer natürlich besonders groß. Insgesamt 22 in der Feuerwehr-Jugendarbeit tätige Teilnehmer aus der gesamten Bundesrepublik trafen sich mit 16 finnischen Kameraden. Ein vielfältiges Programm mit diversen Stationen im Großraum der Hauptstadt Helsinki machte die federführend vom Feuerwehrverband Finnlands organisierte Reise zu einem ganz besonderen Erlebnis.

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So durfte selbstverständlich der Besuch mehrerer Übungen finnischer Kinder- und Jugendfeuerwehren mit ihren Ausbildern sowie der Abstecher zur einem Freizeitcamp nicht fehlen. Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Rahmen der Nachwuchsgewinnung und -ausbildung wurden erörtert. Etwaige sprachliche Barrieren gab es dabei übrigens kaum, denn die Kommunikation erfolgte zumeist auf Englisch.

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In Helsinki konnten noch ein Museum und eine große Ausstellung von Feuerwehr, Polizei und anderen Rettungsorganisationen besucht werden, ehe man sich in mehreren Workshops dem gegenseitigen Erfahrungsaustausch widmete. Ein Hauptthema stellte dabei die Beratung über eine künftige Vertiefung der internationalen Jugendfeuerwehr-Zusammenarbeit und deren bisherige Erfolge dar.

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Nachdem die finnischen Teilnehmer im vergangenen Jahr, etwa beim Maibaumaufstellen, hautnahe Einblicke in die bayerischen Traditionen erhielten, war es den Organisatoren wichtig, der deutschen Delegation ebenfalls die eigene Kultur und Lebensweise zu präsentieren. Die Feuerwehr der Kleinstadt Grankulla hatte für die deutschen Besucher daher eigens ein kleines, für Finnland typisches, Krebsfest mit kulinarischen Spezialitäten organisiert.

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Der gestrige Abschlusstag hielt dann noch einen ganz besonderen Höhepunkt bereit. So besichtigten die Teilnehmer in Tuusula ein Werk, in welchem aktuell das neue Boot der Feuerwehr Prien am Chiemsee gebaut wird. Hier konnten sie die Technik schon vor der offiziellen Auslieferung genau unter die Lupe nehmen.

„Für uns war der diesjährige Austausch wieder eine gelungene Möglichkeit, die bestehenden Freundschaften mit den finnischen Kollegen zu vertiefen und neue Kontakte zu knüpfen“, zogen Manuel Pöhmerer und Elisabeth Reinthaler ein positives Resümee. Zukünftige Treffen und Austauschprojekte mit den Jugendleitern aus Skandinavien seien daher bereits angedacht.

 

21 erfolgreiche Teilnehmer an drei Orten

In den vergangenen Wochen stellen sich insgesamt 21 Mitglieder der Jugendfeuerwehren aus Degerndorf, Halfing und Großkarolinenfeld der Abnahme der Bayerischen Jugendleistungsprüfung.

Großkaro 1   Großkaro 2

Die Teilnehmer, unter ihnen zehn Feuerwehranwärterinnen, zeigten an allen Prüfungsabenden sehr ansprechende Leistungen und erhielten dafür viel Beifall von den zahlreichen Zuschauern. Hier hatten sich die intensiven Übungseinheiten mit den Ausbildern im Vorfeld bezahlt gemacht.

Neben einer theoretischen Prüfung mussten die Nachwuchsfeuerwehrler unter anderem mehrere Knoten korrekt anfertigen, eine Schlauchleitung und Saugschläuche zusammenkuppeln, das Zielspritzen mit einer Kübelspritze absolvieren und wasserführende Armaturen sowie Zubehör erkennen und richtig zuordnen.

Halfing 1   Halfing 2

Wie wichtig die erworbenen Kenntnisse für die künftigen Feuerwehrfrauen und -männer sind, zeigte sich eindrucksvoll und hautnah bei der Abnahme in Halfing. Dort mussten die aktiven Feuerwehrleute während der Prüfung der Jugendlichen gleich zweimal zu Unwettereinsätzen wegen Starkregen nach einem heftigen Gewitter ausrücken.

 

Besuch bei der Wasserwacht

Die Mitglieder der Jugendfeuerwehr Feldkirchen-Westerham besuchten in den Sommerferien die Wasserwacht Bernau am Chiemsee. Neben einer interessanten Führung durch die Wachstation folgten als Höhepunkt des Tages die Erklärung der Rettungsboote und eine rasante Ausfahrt.

Wasserwacht 2   Wasserwacht 1

Ein besonderer Dank gilt Amelie Guggenberger von der Jugendarbeit des Bayerischen Roten Kreuzes, Kreisverband Rosenheim, sowie Stefan Linhuber und Florian Bickert von der Wasserwacht, die den Feuerwehranwärtern diesen spannenden Ausflug ermöglicht haben.